Rauchen

Klinische Studien weisen ein stark erhöhtes Risiko zur Erkrankung des Zahnfleisches bei Rauchern nach. Dabei kommt es infolge des Tabakkonsums zu vorzeitiger Zerstörung des Zahnhalteapparates, sowie zum Zahnfleischschwund und Knochenrückgang. Häufig ist damit eine vorzeitige Lockerung der Zähne und ein erhöhtes Risiko zum frühzeitigen Zahnverlust verbunden.

Raucher leiden wesentlich häufiger an Zahnfleischerkrankungen wie Parodontose, die schließlich zur Lockerung aller Zähne führt. Ursache des Raucherzahns sind vermutlich die Schadstoffe im Tabakrauch, die kontinuierlich den Kieferknochen angreifen. Besonders kritisch ist dabei, dass Rauchen das Zahnfleischbluten einschränkt, welches ein typisches Zeichen einer Parodontitis und ein Warnhinweis für die Zahnerkrankung ist. Die Patienten bemerken ihre Krankheit ohne zahnärztliche Untersuchung erst spät.

Mehr als 70 Prozent der Patienten mit einer chronischen parodontalen Erkrankung sind Raucher. Bei ihnen ist das Risiko für diese Zahnkrankheit erheblich höher als bei Nichtrauchern. Die Erkrankung verläuft umso schwerer, je mehr und je länger der Patient raucht.

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Zahnärztin Alexa Peiseler und Lejla Alajbegovic